Berlin | Buchvorstellung mit der Schriftstellerin Carla Bessa über ihren Roman „tage leben“

Liebe Mitglieder der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft,
die DBG freut sich, Sie am Mittwoch, den 10.6.2026, um 18:00 Uhr zu
Lesung und Gespräch mit der Schriftstellerin Carla Bessa über ihren Roman „tage leben“ einzuladen.
Moderation: Lea Hübner
Als am 12. Juni 2000 in Rio de Janeiro der vollbesetzte Linienbus 174 überfallen wird, steht die Welt still. Alle Augen sind auf die Geiselnahme gerichtet, brasilianische wie internationale Medien verfolgen das Geschehen. Am nächsten Tag, noch während die Hintergründe der Tat langsam Konturen annehmen und das Leben des in Polizeigewahrsam ermordeten Geiselnehmers durchleuchtet wird, nimmt unweit davon ein weiteres tragisches Verbrechen seinen Lauf. Zwei Männer entführen und ermorden einen Autohändler, ihr Opfer ist der Bruder Carla Bessas (Rio de Janeiro, 1967). In ihrem Roman tage leben (2025) setzt sie die Ereignisse in Beziehung und findet – nicht einen Sinn – aber eine literarische Form für die Auseinandersetzung mit „zwei leben in zwei tagen“, die lange vor den Junitagen im Jahr 2000 begonnen haben und lange danach immer noch Einfluss nehmen auf das Leben der Autorin.
Carla Bessa ist 1967 in Rio de Janeiro geboren und lebt seit 1991 als bilinguale Schriftstellerin und Übersetzerin ins Portugiesische (u. a. Ingeborg Bachmann, Max Frisch und Thomas Macho) zwischen Rio und Berlin. Ihr Erzählband Urubus, der im Transit Verlag auch auf Deutsch erschien, wurde 2020 mit dem Prêmio Jabuti (dem wichtigsten Literaturpreis in Brasilien) und dem Prêmio Literário Biblioteca Nacional ausgezeichnet.
tage leben erschien 2025 im Verlag Matthes&Seitz Berlin
Eine Veranstaltung der DBG in Zusammenarbeit mit dem Ibero-Amerikanischen Institut.
Sprache: Deutsch
Ort: Ibero-Amerikanisches Institut, Simón-Bolívar-Saal
Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Deutsch-Brasilianische Gesellschaft



