Sprecher für die Region Sachsen und Thüringen: Dirk Franzisti-Scheibner
Mit Dirk Franzisti-Scheibner hat die Deutsch-Brasilianische Gesellschaft (DBG) seit April 2026 einen Regionalsprecher für Sachsen und Thüringen.
Die beiden Bundesländer verbindet eine reiche Industrie- und Wissenschaftstradition mit wachsenden internationalen Netzwerken. Leipzig, Dresden, Jena, Weimar und Erfurt sind bedeutende Standorte für Wirtschaft, Forschung und Kultur – und bilden damit eine ideale Basis für den deutsch-brasilianischen Austausch.
Die Beziehungen beider Bundesländer zu Brasilien wachsen stetig: Universitäten und Hochschulen unterhalten dezentrale Kooperationen mit brasilianischen Partnerinstitutionen, mittelständische Unternehmen erschließen den brasilianischen Markt, und eine lebendige Community von Menschen mit persönlichen und beruflichen Brasilien-Erfahrungen ist in der Region aktiv.
Die neue Regionalgruppe Sachsen und Thüringen der DBG macht diese Verbindungen sichtbar, ermöglicht Begegnungen und bringt Menschen zusammen, die Brasilien aus eigener Erfahrung kennen oder sich für das Land begeistern. Sie ist Anlaufstelle für Unternehmen, Kulturschaffende, Studierende und alle, die den Dialog zwischen beiden Ländern aktiv mitgestalten wollen.
Als Volkswirt mit insgesamt fünf Jahren gelebter Brasilien-Erfahrung ist DBG-Regionalsprecher Dirk Franzisti-Scheibner eng mit dem südamerikanischen Land verbunden. Zwischen 2003 und 2004 arbeitete er im Rahmen eines Stipendiums der Bundesregierung für Volkswagen in São Paulo und Rio de Janeiro – eine Zeit, in der er hautnah erlebte, wie globale Konzerne im brasilianischen Kontext agieren. Von 2012 bis 2015 zog es ihn erneut nach Brasilien. Dieses Mal nach Vitória, der aufstrebenden Küstenmetropole im Bundesstaat Espírito Santo, wo er in der Baubranche tätig war. Dort erlebte er die wirtschaftliche Dynamik einer Region, die abseits der klassischen Brasilien-Bilder liegt und stark von deutscher Einwanderungsgeschichte geprägt ist.
Was ihn an Brasilien bis heute fasziniert, ist eine Überzeugung, die aus dieser Zeit unmittelbar gewachsen ist: “Deutsche und brasilianische Kultur ergänzen sich nahezu perfekt – vorausgesetzt, beide Seiten lassen sich aufeinander ein. Wo deutsche Gründlichkeit, Planungsstärke und Ingenieurskunst auf brasilianische Flexibilität, Kreativität und Menschlichkeit treffen, entsteht etwas Besonderes”.
Die Zukunft der deutsch-brasilianischen Beziehungen sieht Dirk Franzisti-Scheibner mit großer Zuversicht: “Brasilien ist nicht nur eines der wichtigsten Schwellenländer, sondern wird als Partner in den Bereichen Energie- und Rohstoffversorgung, der Agrarwirtschaft sowie im Maschinenbau und der Umwelttechnik zunehmend strategisch bedeutsam – gerade auch für die exportorientierten Unternehmen in Sachsen und Thüringen. Gleichzeitig wächst das kulturelle Interesse auf beiden Seiten, und die brasilianische Gemeinschaft in Deutschland wird sichtbarer und vernetzter.”
Als Regionalsprecher möchte Dirk Franzisti-Scheibner genau hier ansetzen: Menschen und Unternehmen in Sachsen und Thüringen zusammenbringen, die Brasilien bereits kennen, schätzen oder neu entdecken möchten – sei es aus wirtschaftlichem Interesse, persönlicher Verbundenheit oder kultureller Neugier. Es geht nicht nur um Netzwerkpflege, sondern um echte Begegnung und den offenen Austausch, der das Beste aus beiden Kulturen hervorbringt.

Dirk-Franzisti-Scheibner, DBG-Sprecher für die Region Sachsen und Thüringen
(© Thomas-Abé)
