Wirtschaftsdaten Brasilien
Im Jahr 2026 setzt sich das Wachstum der brasilianischen Wirtschaft fort, wenn auch langsamer als 2025. Schon seit dem 2. Halbjahr 2025 kühlt sich die Konjunktur ab. Hauptgrund sind die hohen Zinsen. Im März 2026 leitete die Zentralbank eine vorsichtige Zinswende ein. Seitdem nahm sie den Leitzins Selic um 0,75 Prozentpunkte auf 14,25 Prozent zurück. Nach Einschätzung des Finanzmarkts könnte der Selic bis Ende 2026 auf 13,75 Prozent sinken.
Das am 1. Mai 2026 vorläufig in Kraft getretene EU-Mercosur-Abkommen ist ein Lichtblick in der kriselnden Weltwirtschaft, insbesondere für die beiden größten Volkswirtschaften Brasilien (im Mercosur) und Deutschland (in der EU).
Die langfristigen Aussichten bleiben gut. Die 2023 beschlossene Steuerreform und die Digitalisierung tragen dazu bei, Bürokratie abzubauen und verbessern die Voraussetzungen für eine grüne Reindustrialisierung. Weitere Impulse hierzu schaffen die neue Industriepolitik, das Förderprogramm für die Kfz-Industrie, das Rahmengesetz für kohlenstoffarmen Wasserstoff sowie für den verpflichtenden Emissionshandel.
Die nachfolgenden Tabellen geben einen groben Überblick über die Wirtschaftsdaten Brasiliens. Die Daten und die obenstehende Einschätzung sind aus den untenstehenden Quellen entnommen und werden etwa halbjährlich aktualisiert.
Wirtschaftsdaten im Überblick (Stand: Juli 2026)
Die mit * gekennzeichneten Werte sind vorläufige Angaben, Schätzungen bzw. Prognosen.
