top

Zum Berliner Aufenthalt der IFPLA-Studierenden im Januar 2025

Das Instituto de Formação de Professores de Língua Alemã – IFPLA – in der Stadt Ivoti im Bundesstaat Rio Grande do Sul bildet Deutschlehrer für brasilianische Schulen aus. Gegen Ende des Lehrgangs erhält eine Gruppe der Teilnehmer jeweils die Chance zu einem zweimonatigen Aufenthalt in Deutschland mit einem intensiven und vielfältigen Programm in verschiedenen Städten. Ende Januar 2025 kamen so sieben Studentinnen und Studenten für eine Woche nach Berlin.
Das Anne Frank Zentrum in Berlin liegt direkt am Hackeschen Markt, auf einer ganzen Etage wird über das kurze Leben dieses außergewöhnlichen Mädchens erzählt und vor allem über die Rezeption ihrer Schriften diskutiert. Anka Jahneke, Referentin am Zentrum, hat den Studentinnen und Studenten der IFPLA-Gruppe über die Ausstellung und das pädagogische Konzept in einer klaren, verständlichen Form berichtet. Auch im Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“, im „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ sowie im Museum „Alltag in der DDR“ wurde die Gruppe von Referenten begleitet, die mit ihnen über den Inhalt und die pädagogische Konzeption der Ausstellungen gesprochen haben. Für die Studierenden war dieses Teil ihres Berliner Programms sehr informativ und lehrreich.
Der Besuch des Beethoven-Gymnasiums und der Evangelischen Schule Neukölln, die Hospitation in verschiedenen Klassen und die Gespräche mit den Lehrenden haben den angehenden Lehrerinnen und Lehrern viele Eindrücke über das Schulwesen in Deutschland und in der Metropole Berlin vermittelt. Auch an der Humboldt Universität konnten sie sich mit Dozenten und Studierenden über Studium und Lehrberuf austauschen.
Das Kulturleben kam nicht zu kurz, die Inszenierung eines Stücks von Shakespeare im Berliner Jugendtheater hat viel Gesprächsstoff geliefert. Bertolt Brecht konnten wir einen kurzen Besuch abstatten, als wir die Gegend um den Bahnhof Friedrichstraße erkundet haben.
Die ganze Woche über hat sich Berlin von seiner sonnigen Seite gezeigt. Sehr warm war es freilich nicht, hin und wieder haben wir uns bei einer heißen Schokolade von dem intensiven Programm erholen können.
Ermöglicht wurde dieses abwechslungsreiche Programm durch die Unterstützung vieler Personen, die im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne fleißig gespendet haben, sowie der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft und des Gustav-Adolf-Werks – allen sei an dieser Stelle gedankt.

Pedro Dolabella Portella